Ausbildung zur "Fachkraft für Medizinprodukteaufbereitung (FMA-DGSV)"

Mit Blick auf gestiegene hygienische Anforderungen, komplexer werdende Medizinprodukte und damit ein hergehende spezifischere Aufbereitungsverfahren sowie die zunehmende Bedeutung wirtschaftlicher Aspekte der Sterilgutversorgung hat die Deutsche Gesellschaft für Sterilgutversorgung (DGSV) das Berufsbild „Fachkraft für Medizinprodukteaufbereitung (FMA)“ mit einer dreijährigen Ausbildung entwickelt. Die INSTRUCLEAN Akademie bietet die theoretische Ausbildung dazu an. 

Menschen, die an einem Ausbildungsplatz interessiert sind, beachten bitte, dass die INSTRUCLEAN Akademie hiermit ein Bildungsangebot macht - und keinen Ausbildungsplatz anbietet. Ausbildungsplätze werden ggf. von INSTRUCLEAN unter der Rubrik Jobs angeboten.

Theoretische Ausbildung 

Die Ausbildung wird gemäß dem jeweils aktuellen Rahmenlehrplan der DGSV durchgeführt. Die theoretischen Grundlagen werden in 1.600 Unterrichtseinheiten (à 45 Minuten) behandelt. In vier Lernbereichen werden die folgenden Kenntnisse vermittelt: 

  • Kernaufgaben (darunter Ablauforganisation, Reinigung, Desinfektion, Sterilisation, Kontrolle, Pflege) 
  • Spezielle Kenntnisse (darunter Hygiene, Qualitätsmanagement, Infrastruktur, Betriebswirtschaft, Aufbauorganisation, Schnittstellen) 
  • Ausbildungs- und Berufssituation (etwa Organisation, Lernen, Berufsbild, Zusammenarbeit, Kommunikation) 
  • Rechtliche und institutionelle Rahmenbedingungen (darunter gesetzliche und andere regulative Grundlagen, Gesundheitswesen, übergeordnete Aufbau- und Ablauforganisation)

Praktische Ausbildung

Die praktische Ausbildung erfolgt schwerpunktmäßig in der AEMP des Ausbildungsbetriebs und umfasst 3.200 Stunden einschließlich der Hospitationen. Die Ausbildung soll die Aufbereitung aller wesentlichen Medizinprodukte umfassen, die bei invasiven Eingriffen eingesetzt werden, aber auch die Aufbereitung flexibler Endoskope. Hospitationen sollen in den Bereichen OP und Anästhesie, technischer Dienst und Medizintechnik, Hygiene sowie in Wirtschafts- bzw. kaufmännischen Abteilungen erfolgen. 

Anforderungen an Ausbildungsbetriebe 

  • Die Leitung der AEMP, in der die praktische Ausbildung stattfindet, muss über die Fachkunde III-Qualifikation (DGSV) verfügen. 
  • In der AEMP sollen kritische bzw. semi-kritische Medizinprodukte aller wesentlichen Disziplinen aufbereitet werden. 
  • Die Leitung der AEMP, in der flexible Endoskope aufbereitet werden, muss über Sachkunde (DGSV) verfügen. 
  • Der Auszubildende muss durch einen Mentor mit Fachkunde II-Qualifikation (DGSV) betreut werden. 

Anforderungen an Auszubildende 

Die Auszubildenden sollten über die Mittlere Reife oder einen höherwertigen Schulabschluss verfügen. Die Eignung kann auch durch einen Hauptschulabschluss in Verbindung mit einer Fachkunde II-Qualifikation belegt werden. Andere Qualifikationen können auf Antrag an den Vorstand der DGSV geltend gemacht und in einer Einzelfallprüfung ggf. genehmigt werden.

Prüfungen, Abschluss 

Während der Ausbildung erfolgen Zwischenprüfungen, in denen der Ausbildungsfortschritt festgestellt wird. Die Abschlussprüfung besteht aus einer schriftlichen, mündlichen und praktischen Prüfung. Erfolgreiche Absolventen/innen der Ausbildung dürfen die Bezeichnung „Fachkraft für Medizinprodukteaufbereitung (FMA-DGSV)“ führen.

Ausbildungsdauer 

Umfang des theoretischen Unterrichts: 1.600 Unterrichtsstunden. Die Ausbildung ist auf drei Jahre angelegt. Personen mit bestimmten Voraussetzungen (Qualifikationen) können eine verkürzte Ausbildung durchlaufen, benötigen dazu aber ein gesondertes Bildungsangebot.

Ausbildungsgebühren 

410,- EUR monatlich, Lehrgangsunterlagen 450,- EUR einmalig, Prüfungsgebühren 800,- EUR einmalig, alle Preise zzgl. USt. pro Person.